Programm und Ablauf der Ausflüge

Ausflugsbeispiele 2017

In sehr kleinen individuellen Gruppen (ab 2 Personen) zeige ich Euch einen Teil Kalabriens - zu Fuß oder per Auto / Minibus. Dabei geht es um Geschichte und Geschichten, um Könige und arme Leute, um damals und heute, um das "magna grecia" und die Mafia, um Flora und Fauna. Große beeindruckende Denkmäler oder Gebäude  aus der Antike werdet Ihr in Kalabrien wenige finden - dafür haben Kriege, Überfälle und Naturkatastrophen gesorgt. Aber mit etwas Hintergrundwissen, mit etwas Gespür für den "genius loci" und manchem Einblick in eine immer noch geheimnisvolle Gesellschaft wird sich Euch die besondere Schönheit und Eigenart von Italiens wildem Süden erschließen.

Der Montagsspaziergang mit Ausblick führt uns von oberhalb der Küste des Capo Vaticano hinab ans Meer. Unterwegs sehen wir vor uns ausgebreitet das Panorama des südlichsten Ende Kalabriens - bei guter Sicht bis Sizilien, den Ätna, die äolischen Inseln. Weiter  geht es am Strand entlang durch die Bucht von Santa Maria und etwas bergauf Richtung "Faro", dem Leuchtturm und äußerstem Ende des Capo Vaticano. Dauer: 3-4 Stunden (inkl. Pause in Santa Maria). Angekommen am Leuchtturm, erwartet uns eine kleine Bar mit einem kalabresischen Imbiss - Zeit, um noch genüsslich zusammen zu sitzen, den Ausblick zu genießen und Geschichten zu erzählen.

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Dienstag - Vibo Valentia und die Grotten von Zungri (Ganztagesausflug)

Vibo Valentia ist die nächstgelegene Provinzhauptstadt (ca. 30 km von Tropea entfernt). Wie die meisten anderen Städte Kalabriens hat auch sie griechische Wurzeln und neben typisch süditalienischem Stadtleben finden wir hier ein schönes Kastell, das von den Normannen auf der Ruine einer griechischen Akropolis erbaut worden war. Sehenswert ist das hier untergebrachte Museum (das Archäologische Staatsmuseum - sehr schön gestaltet) mit vielen griechischen Fundstücken, die Ober- und Altstadt von Vibo Valentia und der weite Blick über die Hochebene in die Berge Kalabriens und hinunter bis zum Meer. Nach  einer Mittagspause geht es zurück Richtung Tropea, doch unterwegs biegen wir ab nach Zungri zur Besichtigung der Höhlenwohnungen aus dem 11. Jahrhundert. Hier lebten und bauten basilianische Mönche und später andere Bewohner Höhlenhäuser in den Berg - versteckt, beschützt vor Angriffen, versunken in einer weiten stillen zerklüfteten Landschaft. IMG_20150702_165425_2IMG_20150702_171046IMG_20150702_162003_5

 

 

 

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Mittwoch - Pizzo

Auf einem Felsplateau hoch über dem Meer liegt die Altstadt von Pizza, ähnlich schön und spektakulär wie Tropea, aber atmsophärisch doch ganz anders. Statt großer alter Palazzi, die in Tropea von ehemaligem Reichtum  zeugen, finden wir hier malerische kleine Gassen und Häuschen eng aneinander gedrängt - das Flair eines alten Fischerdorfs. Berühmt ist Pizzo aber nicht nur wegen dem Thunfischfang, sondern jetzt vor allem wegen seiner Höhlenkirche aus dem 17. Jahrhundert, der "piedigrotta" und wegen einer köstlichen Eisspezialität, dem "tartufo", das man nur hier im Original bekommt. Und ich kenne Etliche, die schwören, dass es das "beste Eis jemals" sei..Für mich ist Pizzo, wie so viele andere Orte Kalabriens, eine Art Gesamtkunstwerk aus Gebäuden, Ausblicken, Stimmungen und Landschaft. Hoch über dem Meer sitzend, entspannt mitten in südländischer Fröhlichkeit, das Millionen-Kalorien-Eis auf der Zunge und den Blick schweifen lassen zwischen dem endlosen Blau der Küste und dem  geschichtsträchtigen "castello aragonese"....einfach schön! (Dauer: ca. 4-5 Stunden)

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Freitag - Rund um die Stiefelspitze: von Tropea nach Pentedattilo und Scilla (Ganztagesausflug)

Ein besonders schöner Ausflug, auch wenn etliche Kilometer gefahren werden müssen und es ein etwas längerer Tag ist.... Nun ja, Kilometer sind es garnicht so viele, aber bei den Straßen! Dafür gibt es Eindrücke und Ausblicke, die ich unvergesslich finde.

Wir umrunden die äußerste Stiefelspitze - das Ende Italiens - und fahren morgens hinüber von der tyrrhenischen zur ionischen Küste.  Schon die Fahrt ist ein Erlebnis: hoch über der Küste verläuft die Straße durch kleine alte Ortschaften und dann weiter durch die Berge des Aspromonte. Und plötzlich. wenn sich nach 40 km die Berge wieder öffnen, weitet sich der Blick und man wähnt sich in einem anderen Land. Flach läuft hier das Gebirge aus zu langen einsamen Sandstränden, die gesäumt werden von Dörfern und Städtchen, die immer griechischer anmuten.  Dann geht es ca. 1 Stunde entlang der Küste immer mit Blick in den Aspromonte, vorbei am alten griechischen Locri, an Gerace, am südlichsten Punkt Kalabriens (auf der Höhe Athens) bis nach Pentedattilo, dem legendären "Geisterdorf" im Aspromonte (mehr über Pentedattilo könnt Ihr übrigens in meinem Blog lesen...).

Nach einem Rundgang und einem kalabresischen Mittagessen verabschieden wir uns von der Weltabgeschiedenheit des Aspromonte und passieren Reggio Calabria, die ehemalige Hauptstadt Kalabriens. Unser Ziel ist Scilla, über das schon Homer in der Odyssee berichtete ("Skylla und Charybdis"). In Scilla nehmen wir uns wieder Zeit - für einen Spaziergang am Strand (vielleicht auch für ein Bad), für einen Kaffee in einer der kleinen Bars, für einen Besuch des alten Fischerviertels Chianalea. Immer wieder beeindruckend: der Blick über die Straße von Messina nach Sizilien, die traditionellen Schwertfischfang-Boote, die entlang der Küste kreuzen, die alte Ruffa-Burg am Strand, der Anblick der Häuser, die sich an den Hang klammern.

Ausblick 2

 

 

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Preise auf Anfrage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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